Präsentierten die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach des Betriebsgebäudes der Kläranlage Aegidienberg im Hintergrund– v. l. Frederik Setz (Projektingenieur der Bad Honnef AG); Mathias Eik (Kaufmännischer Vorstand der Bad Honnef AG), Harald Wegner (Vorsitzender des Betriebsausschusses und im Aufsichtsrat der BHAG), Bürgermeister Otto Neuhoff und Betriebsleiter des Abwasserwerkes Hans-Joachim Lampe-Booms | Foto: Christine Pfalz

Eine neue Photovoltaikanlage auf dem Dach des Betriebsgebäudes der Kläranlage in Aegidienberg wurde unlängst in Betrieb genommen. Sie ist das Ergebnis der engen Zusammenarbeit der Bad Honnef AG, des Abwasserwerks der Stadt Bad Honnef und den Bad Honnefer Bädern. Bürgermeister Otto Neuhoff sagte bei der Präsentation: „Die Anlage hier auf der Kläranlage in Aegidienberg ist ein Teil des Programms, die städtischen Liegenschaften insgesamt energetisch zu optimieren. Auch mit dieser Maßnahme kommen wir dem Ziel einer klimaneutralen Stadt wieder einen Schritt näher.“

Innerhalb eines halben Jahres konnte die neue Photovoltaikanlage zur Eigenversorgung auf dem Gelände der Kläranlage in Betrieb gehen. Die Anlage wird bei optimaler Sonneneinstrahlung eine Stromleistung von um die 30 kWp (Kilowatt-Peak) produzieren. Die bedeckte Dachfläche beträgt 150 Quadratmeter und es sind 92 Module befestigt worden. Die Module sind mit nur einem Wechselrichter verbunden. Die Gesamtkosten für die Anlage betragen 45.000 Euro.

Bereits im Frühjahr 2020 konnte mit dem Projekt Neubau Hallenbad in Aegidienberg erfolgreich ein nachhaltiges Energiekonzept durch ein Blockheizkraftwerk und eine Photovoltaikanlage umgesetzt werden. Mit der neuen Photovoltaikanlage auf der Aegidienberger Kläranlage folgt nun ein weiteres Projekt, um den Energiehaushalt zu optimieren, was sich nachhaltig auf die Umwelt auswirkt. Auf das Jahr hochgerechnet werden mit der neuen Anlage 12 Tonnen CO2-Ausstoß gegenüber konventioneller Stromproduktion eingespart. Zusammen mit der Anlage für den Neubau Hallenbad sind das schon 77 Tonnen CO2 weniger pro Jahr in Aegidienberg.

Auch auf der Kläranlage in der Tallage gibt es seit dem Jahr 2012 eine Photovoltaikanlage, die von der Bad Honnef AG betrieben wird. Dort ist eine Solarmodul-Fläche von 370 Quadratmetern mit einer Leistung von 53 kWp vorhanden. Seinerzeit hat man noch auf die Einspeisung ins Stromnetz gesetzt, da es finanzielle Anreize durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz gab. Durch den Anstieg der Strompreise und die Reduzierung der Vergütung bei Direkteinspeisung fallen diese Anreize heute weg. Trotzdem lohnt sich die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage zur Eigenstromversorgung. Da die Kläranlage durch die Pumpen und Aggregate dauerhaften Verbrauch hat, muss die Energie nicht aufwändig zwischengespeichert werden, denn sie kann unmittelbar verbraucht werden. Dies führt zu einer deutlichen Einsparung beim Strombezug. Hiermit können um die 5.000 Euro pro Jahr an Strom gespart werden. Darüber hinaus verbrennt das Abwasserwerk auf der Kläranlage im Tal sein Faulgas aus der Schlammproduktion und produziert mittels einer Mikroturbine Strom für den technischen Betrieb. So können fossile Brennstoffe gespart werden und die natürlichen Ressourcen werden geschont.

Bad Honnef AG und Abwasserwerk sehen den Nutzen für die Umwelt und legen den Fokus auf die Stromversorgung mit alternativen Energien.

Christine Pfalz

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